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Lifestyle | 01.07.2017

Urlaub am Ende der Welt

Cabo do mundo, Ende der Welt, nannten die Portugiesen die Südwestspitze ihres Landes. Ein Irrtum, wie Kolumbus bewies. Doch die Städtchen Lagos und Sagres, die Bucht von Martinhal locken Sonnenhungrige an das äußerste Eck der Algarve.

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(© Martin Duschek)

Vom internationalen Flughafen in Faro erreicht man über eine moderne Autobahn in rund einer Stunde Fahrzeit nach Westen das Städtchen Lagos. Die einstige Gouverneursresidenz ist heute der touristische Außenposten der Algarve. In den schmalen Gässchen des Altstadtkerns reihen sich Souvenirgeschäfte und Cafés aneinander. Neben dem üblichen touristischen Kitsch bieten sich vielfältige Korkwaren als authentisches Mitbringsel an. Lokale Designer gestalten Handtaschen, Geldbörsen, Brillenetuis und andere Accessoires aus hauchdünn geschälter Rinde von den Korkeichenplantagen im Hinterland. Östlich des Stadtkerns erstreckt sich eine rund vier Kilometer lange und mehrere Hundert Meter breite Sandbucht. Auch im Hochsommer bleibt hier genug Platz, selbst für Urlaubergroßfamilien.

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(© Martin Duschek)

Windschutz bieten die Küstenfelsen, die das Meer östlich von Lagos geschaffen hat, am „Praia da Dona Ana“. Steinschlag-Warntafeln mahnen davor, dass Erosion ein ständiger und unberechenbarer Prozess ist. Die Sandbuchten zwischen den Felstürmen werden auch scherzhaft „Praia da Dona Angelina“ genannt, frei nach Angelina Jolie, deren Anwesen hoch über den Klippen thront. Etwas westlich findet sich eines der bekanntesten touristischen Ziele Portugals, die „Ponta da Piedade“. Hier schuf das Meer besonders groteske Felsen, die bis zu 20 Meter hoch aus dem Wasser ragen und unzählige Grotten und Bögen bilden. Für zwölf Euro schippern kleine Fischerboote die Touristen eine halbe Stunde lang halsbrecherisch durch diese einmalige Laune der Natur. Zum Geschaukel gehört auch eine Beschreibung der Formationen, die verblüffende Figuren bilden, von der „Schwangeren Frau“ über „Buddha-Vater und Sohn“ bis zur „Titanic mit Eisberg“.

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Typisch Portugal: die liebevoll gefliesten Fassaden. (© Martin Duschek)

Bis zum Ende der Welt. Weiter in Richtung Westen werden Landschaft und Orte immer karger, das „Cabo do mundo“ rückt näher. Die letzte Ortschaft der Algarve, Sagres, zählt gerade 1900 Einwohner. Der kleine Hafen, in dem schon angeblich Christopher Kolumbus vor Piraten Schutz fand, schließt an die „Martinhal“, eine herrliche, breite Sandbucht, an. Oberhalb dieser Bucht eröffnete der Schweizer Investor Roman Stern das gleichnamige Fünf-Sterne-Resort „Martinhal“. Das Martinhal versteht sich als Family-Flagship-Resort. Die Vision Sterns, selbst Vater von vier Kindern: Familien einen gemeinsamen Urlaub auf höchstem Niveau zu ermöglichen.

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(© Martin Duschek)

Die Algarve bietet sich auch für andere Outdooraktivitäten an. Das örtliche Fahrrad-Verleihzentrum organisiert Fahrten in die Weiten des „Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina“ – des 1988 eingerichteten Nationalparks. Auf das baumlose, nahezu ebene Küstenplateau folgen Richtung Norden hügelige, bewaldetete Formationen. Steile Stiche hinunter an die Küste führen zu unverbauten Buchten. Vielerorts trifft man auf die buntlackierten Kleinbusse der Surfer, die in den wilden Wellen des Atlantiks ihre Erfüllung finden. Wer Wert auf Sicherheit, günstige, kurze Flugverbindungen und die Annehmlichkeit des Euroraumes legt, dem bietet sich die Algarve als Alternative zu Destinationen wie Ägypten oder die Türkei durchaus an.

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(© Martin Duschek)
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