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Lifestyle | 24.11.2015

Singletasking

Multitasking verspricht den meisten Erfolg? Weit gefehlt! Immer mehr Experten bevorzugen stattdessen das Singletasking-Prinzip. Wir erklären Ihnen, warum!

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Foto: Shutterstock

Wir wollen alles. Am liebsten gleichzeitig und sofort. Nicht zuletzt beim Erledigen von Aufgaben hat sich das Multitasking-Prinzip fest in unseren täglichen Abläufen eingeschlichen. Egal ob auf bewusste oder unbewusst Art: Wir fangen möglichst viele Dinge an, im Glauben, auf diesem Weg das meiste aus dem Tag herausholen zu können. Was aber, wenn genau dieses von so vielen Menschen praktizierte Prinzip nicht der erhoffte Weg zum Erfolg ist? Was, wenn die Konzentration auf einzelne Aufgaben, die wir hintereinander abhaken, der weitaus effektivere Weg wäre? Verfechter des sogenannten Singletaskings sind jedenfalls genau dieser Meinung. Warum? Die TIROLERIN hat für euch die Vorteile zusammengestellt.

KONZENTRATION
„Der kürzeste Weg, um vieles zu erledigen, besteht darin, immer nur eines zu tun“, sagte Schriftsteller Samuel Smiles. Und wies genau mit dieser Aussage bereits auf den Hauptvorteil des Singletaskings hin: mehr Konzentration auf einzelne Aufgaben. Multitasking bedeutet, sich in einem Zustand dauernder Ablenkung zu befinden. Singletasking heißt, im Hier und Jetzt zu leben und sich stets nur in exakt eine Sache zu vertiefen.

DISZIPLIN UND FOKUS
Singletasking bedeutet, dass Sie die Zügel in die eigenen Hände nehmen und Ihre Tagesordnung selbst bestimmen. Sie lassen sich nicht von äußeren Einflüssen lenken, sondern entscheiden selbst, wann Sie sich welcher Aufgabe widmen. Klingt angenehm? Eben..

GO WITH THE FLOW
Durch ein rasches Wechseln zwischen verschiedenen Aufgaben verhindern Sie die Möglichkeit auf eine Flow-Erfahrung. Wenn wir uns in eine Tätigkeit vertiefen, widmen wir ihr unsere volle Aufmerksamkeit. Durch die hohe Konzentration geraten wir in einen Flow-Zustand. Diese positive Verfassung führt dazu, dass wir so weit in die Aktivität eintauchen, dass wir einen höheren Grad an Kompetenz erreichen können.

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Foto: Shutterstock

KEINE ABLENKUNG
Die Besprechung zieht sich, das Handy wartet. Schnell zwischendurch E-Mails checken, ein paar beantworten: Gehört doch dazu, schließlich spart es Zeit. Was viele dabei allerdings vergessen: Lesen und Schreiben von Textnachrichten und E-Mails sowie das Surfen im Internet während laufender Besprechungen werden von sehr vielen Menschen als höchst unprofessionell angesehen. Glauben Sie nicht? Forscher von der Marshall School of Business an der University of Southern California haben herausgefunden, dass 86 Prozent der Führungskräfte es als unpassend empfinden, während eines formellen Treffens Telefonanrufe entgegenzunehmen. 84 Prozent empfinden es als unhöflich, Textnachrichten oder E-Mails zu verfassen. Und für immerhin 75
Prozent der Führungskräfte stellt es eine Respektlosigkeit dar, während eines beruflichen MeetingsTextnachrichten und E-Mails zu lesen. Was lernen wir daraus? Konzentrieren wir uns zuerst auf die Besprechung und dann auf die E-Mails. Lassen wir uns nicht ablenken. Das schafft Respekt.

WICHTIGES ZUERST
Wichtig ist der, der viel zu tun hat. So viel, dass er die ganzen Dinge fast nicht mehr bewältigen kann. Ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht, scheint dabei nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Wichtig zu sein scheint nur, stets von Geschäftigkeit und Stress umgeben zu sein. Umtriebigkeit wird häufig mit Bedeutung gleichgesetzt. Dabei könnten wir es uns viel einfacher machen. Indem wir zwischen den vielen unwesentlichen bzw. wenig wesentlichen und den wichtigen Dingen unterscheiden. Letztere sollten wir heraussuchen und alles andere vorerst vernachlässigen. Dann können wir immer noch entscheiden, ob die unwichtigen Dinge unsere Aufmerksamkeit verdient haben oder nicht.

BITTE ABSCHALTEN
Auch wenn unser Alltag von beruflichen Aktivitäten geprägt ist: nicht aufs Privatleben vergessen! Wer sich auf einzelne Aufgaben konzentrieren kann, dem gelingt es auch besser, abzuschalten. Lassen Sie die Arbeit im Büro und konzentrieren Sie sich auf Ihre Familie und Freunde. Wir können mehr schaffen, wenn wir uns stets auf eine Sache konzentrieren – beruflich genauso wie privat.

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