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Lifestyle | 10.04.2018

Ferienhaus kaufen

Sechs wertvolle Tipps

Ein Urlaub im Ferienhaus ist für viele Menschen das Nonplusultra. Keine festen Essenszeiten, mehr Freiheit und vor allen Dingen Platz sind ausschlaggebende Argumente, die kein Hotelurlaub bieten kann. Wer die Attraktivität von Ferienhäusern für sich nutzen möchte, könnte mit dem Kauf einer Ferienimmobilie richtig liegen. Hier aber heißt es, Schnellschüsse zu vermeiden und mit Bedacht zu planen.

1. Die richtige Region auswählen

Der Ort, an dem das Ferienhaus stehen wird, ist der wohl entscheidendste Faktor im Hinblick auf künftige Vermietungen. Immerhin suchen Reisende vor allen Dingen nach Immobilien, die ihnen möglichst kurze Laufwege ermöglichen und somit direkt an ihrem Wunschort liegen. Dass gerade Österreich als Reiseland immer beliebter wird, ist hier ein echter Pluspunkt. Auch austriatourism.com berichtet über stetig steigende Übernachtungszahlen seit Jahren. Es muss also nicht zwingend das Haus an der Adria oder Côte d'Azur sein, wenn es Jahr für Jahr etliche Touristen in die Berge zieht.

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Ferienhäuser in den Bergen sind bei Familien, Singles und Aktivurlaubern beliebt © Hans (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Und geht es um Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Österreich, hat deren Anzahl sicherlich noch nicht ihr Maximum erreicht. Wie die Veröffentlichung „Tourismus in Zahlen 2016“ von statistik.at zeigt, machen gewerbliche und private Ferienhäuser sowie -wohnungen gemeinsam rund 26,8 Prozent aller bereitstehenden Betten aus. Etwas Luft nach oben gibt es hier sicherlich noch. Vor allem dort, wo sich Touristen gerne aufhalten, sind Ferienhäuser besonders gefragt.

 

Steht die Region fest, sollte auch der genaue Standort definiert werden. Hier sind Punkte wie

 

  • Freizeitmöglichkeiten,
  • Kinderangebote,
  • Infrastruktur
  • und medizinische Versorgung

 

entscheidend für die erfolgreiche Vermietung der eigenen Ferienimmobilie. Auch mögliche Negativ-Punkte wie Lärm- oder Geruchsbelastung sollten künftige Käufer nicht übersehen, sondern sich besser vor Ort ein Bild machen. Das hilft auch dabei, den genauen Zustand der Immobilie zu bewerten.

 

2. Ausstattung und Größe berücksichtigen

Ferienhäuser gibt es in zahlreichen verschiedenen Größen. Von der kleinen 1-Zimmer-Hütte bis zum großen Luxushaus für zwei Familien ist praktisch alles möglich. Wer später vermieten möchte, sollte auch das berücksichtigen und überlegen, welche Zielgruppe bevorzugt im eigenen Ferienhaus wohnen soll. Auch der Boom rund um das Reisen alleine kann hier für Ferienhausbesitzer ein echter Glücksfall sein.

Was die Ausstattung betrifft, ist die Bandbreite ebenfalls groß. Whirlpool oder Dusche, Luxusküche oder Kochnische, Schlafcouch oder Boxspringbett: Für jede Ausstattungsform findet sich eine Zielgruppe. Grundsätzlich gilt hier, dass luxuriös ausgestattete Ferienimmobilien zu höheren Preisen vermietet werden können als solche mit eher zweckmäßigem Portfolio. Da die Pflege und Instandhaltung von hochwertiger Ausstattung aber meist aufwendiger ist, sollte auch diese Entscheidung wohlüberlegt sein.

 

3. Voraussetzungen prüfen

Ein weiterer wichtiger Punkt auf dem Weg zum eigenen Ferienhaus ist dessen Zulassung als Ferienimmobilie. Immowelt.at macht darauf aufmerksam, dass das gewünschte Haus schon zum Kaufzeitpunkt als Zweitwohnsitz oder auch Ferienwohnsitz genehmigt sein sollte. Ist das nicht der Fall, kann es Probleme geben. Die nachträgliche Zulassung einer Immobilie als Zweitwohnsitz nämlich ist insbesondere in stark frequentierten Ferienregionen schwierig. Wer sich nach dem Kauf also nicht mit einer Immobilie belasten möchte, die gar nicht als Ferienhaus genutzt werden darf, muss hierauf unbedingt achten.

 

4. Das eigene Budget kennen

Der Traum vom eigenen Ferienhaus zerplatzt schnell, wenn die finanziellen Mittel fehlen. Nicht nur Immobilieninserate sollten Interessenten daher studieren, sondern auch ihr Budget. Eigenkapital vorweisen zu können, ist auf dem Weg zum Immobilienkauf stets eine gute Idee. Immerhin lassen sich so nicht nur günstigere Zinsen finden. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Immobilienkredit bewilligt wird, steigt mit dem prozentualen Anteil des Eigenkapitals.

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Erspartes sollte vorhanden sein, wenn ein Ferienhaus gekauft wird © Alexas_Fotos (CC0-Lizenz)/pixabay.com

Es gilt also, das mögliche Kapital zu definieren, das in den Kauf der Ferienimmobilie investiert werden kann und dann zu berechnen, welche monatliche Belastung durch einen Kredit mit dem eigenen Lebensstil vereinbar ist. Hierfür ist es am besten, eine Aufstellung der monatlichen fixen und variablen Kosten zu erstellen. Ergibt sich hier ein Überschuss, sollte dieser selbstverständlich nicht komplett vom neuen Kredit aufgefressen werden. Besser ist es, etwa die Hälfte des verfügbaren Geldes zu investieren, denn Vorsicht ist in finanziellen Belangen das A und O.

 

Auch wenn sich durch die Vermietung später ein zusätzliches Einkommen ergibt, sollte dieses noch nicht in voller Höhe berücksichtigt werden, denn so können mögliche Schwankungen oder Probleme nicht für finanzielle Engpässe sorgen.

 

5. An die Zukunft denken

Wer sich für den Kauf und die Vermietung eines Ferienhauses entscheidet, übernimmt viel Verantwortung und muss zahlreiche Aufgaben wahrnehmen. Daher ist es nur empfehlenswert, die eigenen Möglichkeiten auszuloten. Wer sich selbst mit der Vermietung und Bezahlung beschäftigen wird, benötigt hierfür zusätzliche Zeit.

Auch andere Verpflichtungen wie das Zahlen von Abgaben und Steuern oder auch das Melden von Touristen und eventuelle Werbung bringen einen gewissen Zeitaufwand mit sich. Ein Ferienhaus vermietet sich schließlich nicht von alleine und es kann auch nötig sein, eine eigene Webseite einzurichten und diese regelmäßig sowohl inhaltlich als auch rechtlich auf dem neuesten Stand zu halten.

 

6. Verwaltung der Immobilie sicherstellen

Die Pflege eines Ferienhauses und die Betreuung der Gäste sind Aufgaben, die die Besitzer der Immobilie nicht unbedingt selbst übernehmen können. Das gilt vor allem dann, wenn das Haus viele Kilometer weit vom eigenen Wohnort entfernt steht. Aufgaben wie

 

  • die Schlüsselübergabe,
  • die Reinigung,
  • und kurzfristige Hilfe bei Defekten im Haus

 sind jedoch unverzichtbar und müssen erledigt werden.

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Ein vertrauenswürdiger Verwalter erleichtert das Leben des Vermieters deutlich © mastersenaiper (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Hierfür gibt es die Option, einen Verwalter zu engagieren, der sich um all das kümmert. Auch hier treten wieder zusätzliche Kosten auf den Plan, die bei der Aufstellung des persönlichen Budgets nicht vergessen werden sollten. Wer aber einen guten Partner findet, der sich mit Herzblut um die Ferienimmobilie kümmert, trägt diese Kosten gerne.