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Lifestyle | 27.01.2017

Depressionen und Angstzuständen erhöhen das Krebsrisiko

Wie eine neue Studie behauptet, erkranken depressive Menschen häufiger an Krebs.

Depressionen und Angstzuständen erhöhen das Krebsrisiko (© Cover Media)
Depressionen und Angstzuständen erhöhen das Krebsrisiko (© Cover Media)

Laut der Deutschen Depressionshilfe sind nach aktuellen Stand in Deutschland rund 3,1 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren an einer behandlungsbedürftigen Depression erkrankt, weltweit sind es sogar etwa 350 Millionen Menschen. Dass bei den Betroffenen nicht nur die Psyche leidet, sondern auch der Körper, ist vielen wohl nicht auf den ersten Blick bekannt. Doch die Krankheit zieht oft eine Reihe von Nebenerscheinungen mit, darunter Antriebslosigkeit, Gewichtszu- oder abnahme, Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme.

Doch laut einer neuen Studie scheinen Depressionen und Angstzustände sogar noch weitaus gravierendere Auswirkungen auf den Körper zu haben. Experten des University College London, der Edinburgh University und der University of Sydney nahmen 16 Studien, die das Leben von über 160,000 Briten beleuchteten, genauer unter die Lupe. Ihr Ergebnis: Menschen mit Depressionen haben eine 32 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben - genauer gesagt an Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs. Alter, Geschlecht, Gewicht, Status und Lebensstil hätten keinen Einfluss auf die Ergebnisse gehabt.

Zum einen wird das auf den Umstand zurückgeführt, dass depressive Menschen durch ihre Antriebslosigkeit oft weniger Sport treiben und auch häufiger zu Alkohol und Zigaretten greifen. Aber die Wissenschaftler glauben auch, dass die psychische Erkrankung den Körper allgemein schwächt und er härter gegen Krebs kämpfen muss. Die Immunfunktionen und DNS-Reparatur würden unter einer Depression ebenso leiden.

"Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine schlechte mentale Gesundheit womöglich die Grundlage für gewisse körperliche Krankheiten bildet. Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, um herauszufinden, ob diese Verbindung wirklich Bestand hat", erklärte Studienleiter Dr. David Batty vom University College London.

Die Resultate wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

© covermg.com

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