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Lifestyle | 20.04.2016

Sind Milchprodukte tatsächlich ungesund?

Wir beleuchten beide Seiten der Diskussion um Milchprodukte.

Sind Milchprodukte tatsächlich ungesund? (© Cover Media)
Sind Milchprodukte tatsächlich ungesund? (© Cover Media)

Lange galten Milchprodukte als wichtiger Bestandteil der Ernährungspyramide. Seit Neuestem sind jedoch laktosefreie Alternativen wie Soja- und Mandelmilch auf dem Vormarsch. Da in vielen Ländern Kalziummangel jedoch nach wie vor weit verbreitet ist, sollten Sie es sich lieber zweimal überlegen, welche Milchprodukte Sie aus Ihrer Ernährung verbannen - und welche Sie mit gutem Gewissen weiterhin genießen können.

Käse

Dank seines hohen Salz- und Fettgehalts steht Käse für viele ernährungsbewusste Menschen auf der Tabu-Liste. In Maßen können Sie sich fettarme Varianten wie Feta jedoch ruhig gönnen. Laut dem Ernährungswissenschaftler Arne Astrup, Professor an der University of Copenhagen, kann der regulierte Verzehr von Käse sogar das Risiko von Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.

"Im Vergleich zu einer komplett laktosefreien Ernährung ist das Risiko, an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken, für Menschen, die hin und wieder Käse essen, geringer", erklärte Professor Astrup.

Butter

Eine vor Kurzem veröffentlichte neue Studie des 'British Medical Journal' behauptet nun, dass der Verzehr von Margarine anstatt von Butter zwar den Cholesterinspiegel senkt, jedoch keinen weiteren positiven Einfluss auf Sterberaten oder Herzinfarkt-Risiken hat. Laut der Forschungsergebnisse stieg die Sterberate sogar für Teilnehmer, die einen niedrigen Cholesterinspiegel vorwiesen. Nun müssen jedoch weitere Untersuchungen unternommen werden, um diese vorläufigen Ergebnisse entweder zu bestätigen oder zu bestreiten. Daher können Sie in der Zwischenzeit das eine oder andere Butterbrot ganz ohne schlechtes Gewissen genießen.

Milch

In der Vergangenheit gab es einige Studien, die den Verzehr von Milch mit einem erhöhten Prostatakrebs-Risiko in Verbindung gebracht haben. Laut Professor Ian Givens von der University of Reading sollten Sie sich von solchen Statistiken jedoch nicht direkt abschrecken lassen.

"Es gibt zwar begrenzte wissenschaftliche Beweise dafür, dass regelmäßiger Konsum von Milch das Risiko von Prostatakrebs erhöhen könnte. Andererseits wirkt Milch gegen andere Erkrankungen - wie zum Beispiel Dickdarmkrebs - sogar vorbeugend. Bis mögliche Risiken und Vorteile im Detail untersucht und verglichen wurden, brauchen Sie sich jedoch keine großen Sorgen darum machen, dass Milch Ihnen schaden könnte", erklärte Professor Ian Givens.

© covermg.com

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