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Lifestyle | 23.02.2016

Handys können für geringere Fruchtbarkeit bei Männern sorgen

Männer, die ihr Handy oft in der Hosentasche herumtragen, riskieren eine niedrigere Spermienzahl.

Handys können für geringere Fruchtbarkeit bei Männern sorgen (© Cover Media)
Handys können für geringere Fruchtbarkeit bei Männern sorgen (© Cover Media)

Viele Männer tragen ihre Wertsachen - insbesondere ihre Mobiltelefone - gerne und oft in der Hosentasche. Doch neueste Forschungsergebnisse bestätigen nun, dass dies die Spermienzahl drastisch reduzieren kann.

Das gilt auch für Männer, die in der Nähe ihres Handys schlafen oder viel Zeit damit verbringen, während es an ein Ladegerät angeschlossen ist. Grund dafür sind angeblich die elektromagnetische Strahlung und Hitze, die von den Geräten ausgehen - sie erwärmen das Sperma bis auf eine bestimmte Temperatur, bei der es abstirbt.

Untersucht wurden 106 Männer, die über einen Zeitraum von einem Jahr eine Fruchtbarkeitsklinik in Israel besuchten. Dabei stellten Wissenschaftler fest, dass Männer, die mehr als eine Stunde pro Tag mit dem Handy telefonierten, doppelt so häufig von einer niedrigen Spermienzahl betroffen waren, als jene, die weniger als 60 Minuten telefonierten. Bei Männern, die ihr Mobiltelefon benutzten, während es an ein Ladegerät angeschlossen war, lag diese Wahrscheinlichkeit sogar doppelt so hoch. Insgesamt wurden bei 47 Prozent der Untersuchten, die ihr Handy innerhalb eines 50cm-Radius um ihre Leistengegend aufbewahrten, ungewohnt niedrige Spermienzahlen registriert.

Die Professorin Martha Dirnfeld von der Technion University in Haifa betonte, dass solch niedrige Spermienzahlen eine natürliche Empfängnis komplizieren können.

In einem Interview mit dem Journal 'Reproductive BioMedicine' erklärte sie: "Wenn Sie über ein Jahr lang erfolglos versuchen, ein Kind zu zeugen, dann könnte das durchaus an Ihrer Gewohnheit liegen, ständig ein Handy mit sich herumzutragen."

Der Fruchtbarkeitsexperte Professor Gedis Grudzinskas des St George's Hospital in London kommentierte dazu: "Männer müssen sich mehr Gedanken über ihr gesundheitliches Wohlbefinden machen und weniger Zeit mit ihren Handys verbringen."

© covermg.com

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