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Lifestyle | 15.02.2016

Mangelnde Fitness lässt das Gehirn schrumpfen

Eine neue Studie legt nahe, dass mangelnde Fitness im Alter für ein schnelleres Schrumpfen des Gehirns sorgt.

Mangelnde Fitness lässt das Gehirn schrumpfen (© Cover Media)
Mangelnde Fitness lässt das Gehirn schrumpfen (© Cover Media)

Dass Stubenhocker eher zu gesundheitlichen Problemen neigen als Menschen, die regelmäßig Sport treiben, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch damit nicht genug: Neuen Untersuchungen zufolge könnte ein Mangel an Bewegung auch das Gehirn schrumpfen lassen.

Wissenschaftler der Boston University School of Medicine analysierten medizinische Daten von rund 1600 Personen, die sie über 20 Jahre gesammelt hatten. Die Teilnehmer absolvierten einen Fitnesstest auf einem Laufband in den späten 70er und frühen 80er Jahren. Zu dem Zeitpunkt waren die Personen zwischen 31 und 49 Jahren alt. Bei dem Test liefen sie solange auf dem Laufband, bis ihr Herz eine gewisse Frequenz erreichte. Die fitteren Teilnehmer brauchten dafür länger als diejenigen, die nur wenig Sport trieben.

Zwischen 1998 und 2001 unterzogen sich die Probanden neurologischen Tests und MRT-Scans. Dabei kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Personen, deren Trainingszustand damals schlechter war, nach 20 Jahren auch kleinere Gehirne hatten. Im Durchschnitt sank das Gehirnvolumen um 0,2 Prozent jährlich, bei den unsportlicheren Probanden sank es schneller. Der Grund für das Ergebnis liegt wohl darin, dass Sportler meist einen niedrigeren Blutdruck haben und das Gehirn damit weniger Belastung ausgesetzt ist.

Schrumpft das Gehirn, kann dies zu einem früheren Abbau kognitiver Fähigkeiten, Demenz und vorzeitigem Tod führen. Experten sind der Meinung, dass Menschen, die vorrangig sitzen, auch schneller altern. Das Gehirn wird mit zunehmenden Alter ganz natürlich kleiner, doch laut der Studie kann dieser Prozess mit regelmäßigem Sport verlangsamt werden.

"Wir haben in unserer Studie eine direkte Verbindung zwischen einem schlechten Trainingszustand und dem Volumen des Gehirns Jahre später entdeckt, was auf ein schnelleres Altern des Gehirns hinweist", erklärte Dr. Nicole Spartano. "Zwar gibt es noch keine größeren Studien, doch die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Sport im mittleren Alter besonders wichtig ist."

Die Studie wurde im 'Neurology'-Fachmagazin veröffentlicht.

© covermg.com

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