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Lifestyle | 09.03.2017

Das Spiel mit den Buchstaben

Warum Handschrift jetzt wieder Trend wird!

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© Shutterstock

Anstatt eine Einladung einfach per Mail zu verschicken, eine Glückwunschkarte im Geschäft an der Ecke zu kaufen oder die Tischkarten für die große Feier schnell eben drucken zu lassen, legen wir immer mehr Wert darauf, den Dingen eine persönliche Note zu verleihen und durch liebevolle Handarbeit individuelle kleine Kunstwerke zu kreieren. Wir haben uns mit Lettering befasst und zeigen Ihnen, wie auch Sie ganz einfach schöne Buchstaben zu Papier bringen können.

Der Unterschied machts. In der Fachsprache wird zwischen Kalligraphie und Lettering unterschieden: Kalligraphie beschreibt die Kunst des Schönschreibens. Schon vor 2.000 Jahren benutzten die Menschen Pinsel, Schilfrohr oder Vogelfedern um auf Stein, Tontafeln, Papyrus oder Tierhäuten Nachrichten zu hinterlassen. Heute wird Kalligraphie meist mit Federhalter und Tusche beziehungsweise Tinte erstellt. Hier kommt es darauf an, die einzelnen Buchstaben perfekt und besonders gleichmäßig auszuführen. Diese Technik lernt man durch wiederholen, wiederholen und wiederholen – am besten auf vorlinierten Übungsblättern.

Kreativ und einzigartig. Beim Lettering ist, im Gegensatz zur Kalligraphie, jeder einzelne Buchstabe einzigartig und wird zusammen mit Verzierungen wie Linien oder Schnörkeln in ein kunstvolles Gesamtarrangement gesetzt. Meist werden hier kurze Wortblöcke wie Zitate durch Lettering in Szene gesetzt. Durch unterschiedliche Größen und Breiten werden bestimmte Worte dabei besonders betont. Während bei der Kalligraphie Tinte oder Tusche bevorzugt werden, verwenden wir hier auch immer handelsübliche Stifte wie Bleistift, Fineliner oder Filzstifte.

Schritt für Schritt
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1. Schreiben Sie den gesamten gewünschten Text mit Bleistift vor. So können kleine Fehler rasch korrigiert werden und Sie sehen, ob das Bild stimmig ist. Zusätzliche feine Bleistiftlinien sorgen für die richtige Aufteilung und helfen, dass alle Buchstaben gleich groß ausfallen.
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2. Malen Sie nun mit einem Fineliner erste Konturen aus. Achten Sie darauf, nicht zu oft abzusetzen und halten Sie Ihre Hand bei den Linen so ruhig wie möglich.
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3. Schreiben Sie nun die Buchstaben in einer Farbe Ihrer Wahl. Achtung: Das Frisch-Geschriebene nicht der Hand verwischen.
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4. Je genauer Ihre Bleistiftlinien verlaufen, umso leichter ist es, nun den Schriftzug in Farbe zu vervollständigen.
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5.Radieren Sie nun die feinen Linien. Achten Sie darauf, einen hellen Radiergummi zu verwenden, der nicht schmiert. Testen Sie bei neuen Farben im Vorfeld, ob diese dem Radierer standhalten.
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6.Et voilà! Hier ist das fertige Bild!
Auf los, geht's los...
Bild Buch_Handlettering-21x25-hard_backlist.png
Hand Lettering von A bis Z von Hannah Rabenstein Edition Michael Fischer (€20,60) ISBN: 978-3-86355-465-1
Bild buch_Lust_auf_Lettering_Cover1.jpg
Lust auf Lettering von Martina Flor Verlag Hermann Schmidt (€ 30,70) ISBN: 978-3-87439-884-8
Bild 267109_India ink PITT artist pen Brush lettering set_High Res_18830.jpg
Tuschestift Pitt artist pen B, von Faber Castell im 6er-Etui, ca. € 16,–
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Edding 1255, calligraphy pen 2.0, Set mit 3 Stiften, ca. € 6,–
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