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Fashion | 05.01.2015

Mode mit Tiefgang

Rani Bageria – das ist ein Name, den man sich unbedingt merken sollte. Die aufstrebende Designerin mit Tiroler Wurzeln hat es mit ihren Kollektionen bis nach London und New York geschafft.

Senior Strickdesignerin bei Chloé, Showassistentin beim Label Dries van Noten, Farbberaterin für die EDC Linie von Esprit – die bisherige Biografie der 32-jährigen gebürtigen Tirolerin Rani Bageria wirkt samt der Stationen in pulsierende Metropolen wie Tokyo, Antwerpen, Paris und Wien wie ein schillerndes Kaleidoskop an Erfahrungen und Eindrücken. Verständlich also, dass unterschiedliche Kulturen, die Malerei, Kunstgeschichte oder Architektur der jeweiligen Länder immer wieder als Inspirationsquelle für die kreativen Kollektionen der 32-Jährigen herhalten müssen. Alte Architektur- und Stoffmuster mit raffinierten gesmokten Verarbeitungsdetails oder Laser-Cut-Outs sind da nur ein Beispiel. Für diese innovativen Kreationen wurde die Tirolerin mit indischen Wurzeln Anfang September mit dem Austrian Fashion Award ausgezeichnet. Die TIROLERIN bat die Designerin zum Interview.

 

TIROLERIN: War es immer schon dein Wunsch, etwas in Richtung Mode zu machen?

Rani Bageria: Seit meiner frühen Kindheit habe ich mich kreativ ausgedrückt und wurde auch in diese Richtung gefördert. Ich habe später zwar ein naturwissenschaftliches Realgymnasium besucht aber während der Schulzeit wurde mir klar, dass ich auf jeden Fall in der Mode oder Kunst arbeiten möchte. Durch meine Großmutter wurde ich schon als kleines Mädchen an italienische Mode herangeführt. Wir trafen uns damals oft in Bozen, um die Mode der neuen Saison anzusehen und zu kaufen. Das fand ich natürlich mit 7 oder 8 Jahren absolut großartig.

 

TIROLERIN: Du warst Designerin bei Chloé und auch bei Esprit tätig. 2013 hast du in Wien dein eigenes Label gegründet. War es immer schon dein Ziel, dich selbstständig zu machen?

Rani Bageria: Meine Familie ist von starken selbständigen Frauen geprägt. Meine Mutter als Ärztin und meine Großmutter mit ihrem luxuriösen Uhren-Schmuck-Optik Geschäft, das sie von meinem Urgroßvater übernommen hatte, haben mir vorgelebt, wie man individuell und professionell arbeitet. Selbständigkeit und Unabhängigkeit ist für mich sehr wichtig.

 

TIROLERIN: Du bist gebürtige Tirolerin. Hat dich Tirol in deinem Schaffen beeinflusst? Was schätzt du an Tirol?

Rani Bageria: Wenn der Wind über die blühenden Sommerwiesen Tirols streicht, ist das vielleicht das Schönste, was ich kenne. Ich liebe die Gegend rund um den Piburger See und will unbedingt meine Mode in dieser Umgebung fotografieren.
 

TIROLERIN: Inwiefern beeinflussen dich deine indischen Wurzeln in deinem Schaffen und wie verbinden sie sich mit deiner Tiroler Herkunft?

Rani Bageria: Mein Opa ist Vorarlberger, meine Oma aus Bayern, meine Mama lebt in Innsbruck, mein Vater ist aus Indien. Ich habe in Belgien studiert, in Paris gearbeitet und lebe jetzt in Wien. Mein Label wird auch in New York und London verkauft, wie sich das alles vereinbart, sieht man bei „Rani Bageria“.

 

TIROLERIN: Was bedeutet Mode für dich persönlich?

Rani Bageria: Mode an sich ist viel komplexer und vielseitiger als ich das mit neunzehn zu Beginn meines Studiums vermutet hatte. Man kann mit so vielen Aspekten arbeiten. Es fängt bei der Atmosphäre an, die man kreieren will. Die Stoffe und Materialien, welche die Haptik ausmachen. Der Schnitt und die Farben oder die Identität der Trägerin spielen eine Rolle. Und schlussendlich beschäftigen mich auch Fragen, wie, welche Fotografien am besten geeignet sind, um die Mode zu vermitteln, welche Musik man bei einer Show spielt. Wie das Leben selbst ist Mode für mich sehr komplex und ein unendliches Universum.

 

TIROLERIN: Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Rani Bageria: Cool, modern, mysteriös, luxuriös und avantgardistisch.

 

Mehr dazu in der Dezember / Januar Ausgabe der TIROLERIN!

 

Rani Bageria
Bild rani bageria portrait.jpg (1)
Rani Bageria
Bild Atelier1.jpg
Blick ins Atelier von Rani Bageria
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