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Julia SchweigerYoga und Fitness Trainerin

Julia Schweiger | 02.11.2017

Grüße vom Getriebe!

Oder: Wenn der Körper das Tempo vorgibt.

Donnerstag Abend. Der zweite Tag des November. Kerzenlicht. Stille. Der Mond ist schon fast voll. Hmmm....Mein Körper macht Pause. Er fragt mich nicht danach. Er nimmt sie sich. Viele Wochen hat er mich verlässlich und mit Leichtigkeit getragen. Wir haben viel erlebt, gelacht, gespielt, entdeckt, gearbeitet, ausprobiert, genossen und Grenzen erweitert. Beim Yogaherbst Gastein in Salzburg, bei der Familienyoga-Woche auf der Turracher Höher in Kärnten, beim Yoga-Retreat inmitten der Weingärten des Mittelburgenlandes, in vielen neuen Herbstkinderyogastunden in Wien.... Jetzt ist der Moment da, zurück zu schalten. Auszuruhen. Zu integrieren. Ich bin mir noch nicht sicher, ob mein Körper es mir abnimmt, dass ich das von mir aus auch wirklich tue, oder ob er meint, ein bisserl kränkeln kann nicht schaden, damit ich Ruhe gebe. Hmmm.... Ganz ehrlich, wäre ich ohne die ersten Warnsignale in Richtung Erkältung..... gestern Nachmittag tatsächlich nach Hause gefahren und um sechs Uhr am Sofa entspannt eingeschlafen? Nope. Dabei war das so wichtig.

 

Genauso wie die Gangschaltung beim Autofahren Feingefühl erfordert, damit es beim Übergang in einen anderen Gang nicht ruckelt und zuckelt, braucht es dieses Feingefühl auch bei den Übergängen im Alltag. Aber was, wenn die Steigung plötzlich viel höher ist als gedacht, oder der Wagen vor mir ein anderes Tempo fährt als ich will und überholen gerade nicht geht? Dann muss ich schalten, manchmal schneller als mir lieb ist. Und ich komme aus dem Fluss, in dem ich es mir doch gerade so gemütlich gemacht hatte!

Ein banales Beispiel: ich laufe gerne regelmäßig an der Alten Donau. Gerade diesen Herbst habe ich es so richtig genossen. Tja, und dann ist man zwei Wochen nicht da, und alles ist anders! Die Temperaturen sind deutlich niedriger. Das Laufgewand von vor zwei Wochen ist nicht mehr passend. Brauche ich jetzt schon eine Mütze oder reicht ein Stirnband? Wird's mir mit drei Schichten zu heiß oder verkühl ich mich mit nur zwei? Vielleicht sollte ich lieber gar nicht laufen gehen und statt dessen eine intensivere Yoga-Praxis in Erwägung ziehen? Oder das Soooofa? Das geht vielleicht ein paar Tage gut. Aber irgendwann brauche ich wieder die Natur um mich und das Gefühl von Weite und frischer – naja, so frisch wie halt geht – Luft in meinen Lungen, und die Fragen wiederholen sich. Da werde ich es dann wohl darauf ankommen lassen müssen und eine kleine Erkältung riskieren. Die Alternative ist ein rastloser tendenziell verspannter Körper. Und das kann gar nix.

 

 

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© Wari Om Photography

Jetzt wo die Tage deutlich kürzer und kühler werden, kostet mich Bewegung im Freien mehr Überwindung und ein neues Zeitmanagement. Statt abends vielleicht am Morgen laufen. Darauf achten, dass die richtige Ausrüstung mich warm genug hält, ohne dass ich zu sehr schwitze. Für die Motivation vielleicht eine Laufpartnerin suchen – man muss ja nicht unbedingt zusammen laufen, gleichzeitig reicht schon!

Und natürlich werden Indoor-Aktivitäten in dieser Jahreszeit auch wieder spannender. Ich freue mich schon riesig auf die Tanzworkshops, die ich diesen Herbst und Winter gebucht habe! Und auf bereits lieb gewonnene aber auch auf neue Yogastunden. Der Spätherbst ist eine Zeit, wo ich besonders gerne Neues ausprobiere auf der Matte. Und wie jedes Jahr bietet sich auch heuer wieder eine tolle Gelegenheit dafür, sich inspirieren zu lassen und zu schmökern: auf der mittlerweile 4. Yoga Planet im MAK vom 24.- 26. November, Österreichs größter Yoga-Messe. Wie bisher gibt es wieder ein buntes Programm mit kürzeren Einheiten aus den unterschiedlichsten Stilen, an denen man im Rahmen des Messeeintritts gratis teilnehmen kann: Von Anusara Yoga über Forrest Yoga bis hin zum Familienyoga ist viel Buntes dabei. Außerdem gibt es ein kleines feines Konzert mit Renée Sunbird zur Eröffnung am Freitag und eines mit Janin Devi und André Maris am Samstag. Neu dieses Jahr ist die zusätzliche Möglichkeit längere Yoga-Einheiten dazu zu buchen. Bei diesen 'Extended Workshops' kann man tiefer eintauchen und die Yoga-Praxis ihre volle Wirkung entfalten lassen. Zwischendurch an den köstlichen veganen Essständen stärken, vielleicht das eine oder andere nachhaltig produzierte Yoga-Anziehteil shoppen (zum Messetarif!), viele liebe Menschen treffen und Inspirationen auf vielen Ebenen sammeln. Auf all das und mehr freue ich mich schon sehr!

 

Tja, und hiermit findet dieser launige Blog Artikel auch schon wieder ein Ende. Denn kurz nach neun ruft mich heute Abend schon mein Bett. Unglaublich. Aber ich folge....und schalte sanft in den Nachtmodus.... Ja ja....

 

In diesem Sinne auf einen gesunden Spätherbst und..... ein glückliches Getriebe – eines, das möglichst leise Grüße schickt... ;-)

 

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