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Beauty | 22.05.2017

Sonnenkinder...

... wären wir doch alle gerne, oder? Nur was tun, wenn man bei schönem Wetter sofort mit Sonnenbrand rechnen muss? Wir haben mit dem Dermatologen Dr. Georg Weinlich der Universitätsklinik Innsbruck gesprochen, um herauszufinden, wer besonders aufpassen muss.

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Wem von uns ist das noch nicht passiert? Man ist draußen, genießt die schönen Stunden in der Sonne und bemerkt abends plötzlich, dass es wohl doch besser gewesen wäre, ein wenig Sonnencreme aufzutragen. In den heißen Monaten ist ein Sonnenbrand nichts Seltenes. Umso gelassener nehmen wir es, wenn die Haut nach einem Tag an der frischen Luft rot und gereizt ist. Immerhin dauert es meist nicht lange, bis die Spuren des Sonnenbrands wieder verschwunden sind. Nur wenige bedenken jedoch die langfristigen Folgen der UV-bedingten Verletzungen. Die wohl häufigste Konsequenz ist dabei eine vorzeitige Alterung der Haut. Durch das Verbrennen der äußersten Hautschicht kann sich unser Körper nicht mehr völlig vor dem Vordringen von UV-Strahlen in tiefere Gewebeschichten schützen. Der Effekt ist neben einer vermehrten Produktion freier Radikale eine langfristige Schädigung des Bindegewebes. Zudem verlieren die hauteigenen Elastenfasern ihre eigentliche Stuktur, was ein Grund für Falten und eine Lederoptik des Hautbilds sein kann. Eine weitaus schlimmere Auswirkung von übermäßigem Sonnenkonsum sind durch UV-Strahlen verursachte irreparable Zellschädigungen, die im schlimmsten Fall zur Entstehung von Hautkrebs führen können. Deshalb: Das nächste Mal besser zwei Mal darüber nachdenken, ob man einen Sonnenbrand auf die leichte Schulter nehmen soll.

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Fotos: Shutterstock

Reine Typsache. Eines ist klar: Nicht jeder von uns reagiert gleich empfindlich auf die Sonne. Während es Menschen gibt, die sich auch ohne Schutzmaßnahmen stundenlang im Freien aufhalten können, müssen andere schon nach wenigen Minuten mit einer Verbrennung der Haut rechnen. Ausschlaggebend dafür ist die Eigenschutzzeit (EZ) der Haut. Je nach Person verschieden, schafft unser Körper es, sich für eine gewisse Dauer selbstständig gegen das Vordringen von UV-Strahlen in tiefere Hautschichten zu schützen. Abhängig vom „Fototyp“ kann das zwischen zehn Minuten und einer halben Stunde variieren. Der Lichtschutzfaktor in Sonnencremen verlängert die individuelle Eigenschutzzeit. Fototypen, die mit einer Eigenschutzzeit von zehn Minuten einen LSF 5 auftragen, sind theoretisch bis zu 50 Minuten vor UV-Strahlen geschützt. Kennt man seine Eigenschutzzeit, kann man also einschätzen, wie lange man sich ohne einzucremen sonnen kann. Diese Zeit verkürzt sich allerdings deutlich durch Schwitzen, Wasserkontakt, Abtrocknen nach dem Schwimmen oder wenn man Sonnencreme nur sehr dünn aufträgt. Außerdem sollte man unbedingt darauf achten, mindestens 30 Minuten vor dem Bräunen einen Schutz zu verwenden.

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