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Beauty | 22.02.2016

Haartransplantation: Volleres Haar durch OP

Wer sein Haar durch eine Transplantation auffüllen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Optionen.

Haartransplantation: Volleres Haar durch OP (© Cover Media)
Haartransplantation: Volleres Haar durch OP (© Cover Media)

Früher waren sie exotisch, aber Haartransplantationen werden immer beliebter. Nicht zuletzt Promis, die in dieser Hinsicht oft lieber anonym bleiben, helfen der Natur so gern ein bisschen nach. Dabei muss man sich nicht dafür schämen.

Dr. Bessam Farjo, Mitbegründer des Farjo Hair Institutes und medizinischer Leiter des Institute of Trichologists (Fachinstitut für Haare), stand 'Cover Media' Rede und Antwort.

Je nach Ausgangssituation bieten sich unterschiedliche Methoden an. Es geht darum, Haarwurzeln aus der Spenderzone, die oft hinten oder seitlich am Kopf liegt, dahin zu verpflanzen, wo der Haarwuchs spärlicher oder der Kopf bereits kahl ist.

Doch wie geht es los? "Vorbereitend werden beide Regionen zur Betäubung vereist, damit die Transplantation so schmerzlos wie möglich abläuft", erklärte Dr. Farjo. "Haartransplantationen werden in der Regel bei örtlicher Betäubung durchgeführt, sodass man sie kaum oder gar nicht spürt. Einige Patienten sehen sogar fern oder hören Radio, während wir die Spenderwurzeln entnehmen."

Dr. Farjo unterschied dabei unterschiedliche Verfahren. Eine ist die Streifenmethode, auch Strip oder FUT genannt. Dabei werden Haarwurzeln am Hinterkopf entfernt und zurück bleibt eine fast unsichtbare Narbe. Diese Option eignet sich besonders für all jene, die sich die Haare nicht abrasieren, sondern ihre langen Haare behalten möchten.

Die schnellste Methode ist es jedoch nicht: "Die Prozedur dauert zwischen vier und zwölf Stunden, es werden bis zu 12.500 Haare an einem Tag transplantiert."

Die Alternative ist die Einzelentnahme, auch FUE genannt. "Haarwurzeln werden einzeln aus einem größeren Areal entnommen", erläuterte der Fachmann. "Bei dieser Entnahmemethode wird entweder manuell oder mechanisch gearbeitet, wobei der weltberühmte ARTAS-Roboter zum Einsatz kommt. Es handelt sich um einen minimalinvasiven Eingriff, bei dem automatisch die am besten geeigneten Haare gewählt werden. Die Maschine, die durchgängig von einem Chirurgen beaufsichtigt wird, kann bis zu 1000 Haare pro Stunde entnehmen."

Mit einer Behandlung kann die ursprüngliche Haardichte zu 30 Prozent wiederhergestellt werden. Dr. Farjo riet zu mehreren Behandlungen pro aufzufüllender Region. Dadurch ergibt sich ein natürlicheres, ebenmäßigeres Resultat.

Wichtig ist, dass man die Kopfhaut nach dem Eingriff sauber hält. Dr. Farjo empfahl deshalb 24 Stunden nach Ende der Transplantation eine Haarwäsche. Die Auffüllung ist nicht sofort sichtbar, sondern braucht sechs bis acht, manchmal sogar 18 Monate, bis sie zu erkennen ist.

© covermg.com

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